Kirchenaustritt


Wer ist zuständig?

In Bayern ist für den Kirchenaustritt die Mitwirkung des Standesbeamten erforderlich. Nach Art 2 Abs. 3 Kirchensteuergesetz bedarf der Austritt aus einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Gemeinschaft, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, zur öffentlich-rechtlichen Wirkung der mündlichen oder schriftlichen Erklärung (mit notarieller Unterschriftsbeglaubigung) vor dem Standesamt des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts.

Erklärung des Austritts

Die mündliche Austrittserklärung muss persönlich vor dem Standesbeamten erklärt werden. Sie benötigen dazu einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Bei einer schriftlichen Austrittserklärung muss Ihre Unterschrift von einem Notar beglaubigt sein. Die vom Notar beglaubigte Urkunde müssen Sie wegen der Wirksamkeit anschließend an das zuständige Standesamt weiterleiten.

Hinweis:

Eine schriftliche Austrittserklärung durch normalen Brief, per Telefax oder e-mail ist wegen der vorgeschriebenen Form (notarielle Unterschriftsbeglaubigung) unwirksam!

Wirksamkeit

Der Kirchenaustritt wird wirksam, wenn die Austrittserklärung dem zuständigen Standesbeamten zugegangen ist. Die Kirchensteuerpflicht endet mit Auflauf des Kalendermonats, in dem die Austrittserklärung wirksam geworden ist (Art. 6 Abs. 3 Kirchensteuergesetz).

Kosten

Die Aufnahme der Erklärung über den Kirchenaustritt ist gebührenpflichtig. Die Gebühren betragen für die Aufnahme einer Austrittserklärung mit Austrittsbescheinigung EUR 31,-.
Verständigung anderer Behörden

Über Ihren Kirchenaustritt benachrichtigen wir:
a) die Meldebehörde
b) das Finanzamt
c) das Kirchensteueramt
d) den für die Fortführung des Familienbuches zuständigen Standesbeamten

Lohnsteuermerkmale

Wegen der Änderung der Lohnsteuermerkmale setzen Sie sich bitte mit dem Finanzamt in Verbindung.