Spatenstich am Bahnhof Ebersdorf

Bilder zum Spatenstich am Bahnhof Ebersdorf

Spatenstich am Bahnhof Ebersdorf

2012 ist in Ebersdorf b.Coburg das Jahr der Veränderungen, Erneuerungen und Sanierungen. Am Montagvormittag, den 26.03.12, wurde symbolisch durch einen Spatenstich mit den Umbaumaßnahmen am Bahnhof begonnen.

"Nichts hat Ebersdorf so geprägt, als die Bahnlinie Eisenach - Lichtenfels, die am 2. Februar 1859 eröffnet wurde" betonte 1.Bürgermeister Bernd Reisenweber und fügte hinzu "diese Bahnlinie war einer der entscheidenden Faktoren für Ebersdorfs Entwicklung zum Industriedorf".

Über 150 Jahre später rückt der Bahnhof jetzt durch die Verlegung der beiden Außenbahnsteige und damit verbundene Gleisveränderungen näher an die Dorfmitte heran. Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn sollen bereits im August fertig sein.

Zudem hat die Gemeinde weiteres Gelände erworben. Die alten Lagerhallen sollen abgerissen werden und dafür eine Parkanlage mit Sitzgelegenheiten und Radweganbindung bis Frohnlach entstehen. Zudem werden Park&Ride-Möglichkeiten errichtet, da der Bahnhof im Hinblick auf den ICE-Halt in Coburg sicherlich auch ein beliebter Zubringer sein wird.

"So wird aus dem Schandfleck, endlich eine wunderschöne Anlage" freute sich 1. Bürgermeister Bernd Reisenweber. Für die Zukunft wünscht er sich "eine Unterführung beim Bahnübergang in der Canterstraße, da es durch die im Halbstundentakt fahrenden Züge doch häufig zu Behinderungen kommt".

Landrat Michael Busch dagegen hofft auf die Versetzung des Fahrkartenautomats, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten. Ihm liegt die Energiewende sehr am Herzen und daher ist es für den gesamten Landkreis wichtig, dass die Bürger auf gute Anbindungen im öffentlichen Nahverkehr zugreifen können. "Die Verbindung Nürnberg - Sonneberg ist sehr vorteilhaft für Ebersdorf. Wenn man sich jedoch beim Aussteigen wie auf einem ostsibirischen Bahnhof fühlt, dann ist das kein gutes Zeichen für die Ankunft in einem modernen Industriedorf", sagte er.

Die gute Anbindung an Nürnberg nutzte Herr Schell vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie für seine Anreise. Mit den besten Grüßen von Staatsminister Zeil im Gepäck, erklärte er, dass die Zulaufstrecken genauso wichtig wie die Hochgeschwindigkeitsstrecken sind. Der Ausbau ist sowohl für die Akzeptanz, als auch für die Region von großer Bedeutung. Die Maßnahme wird vom Staat mit 900.000 Euro bezuschusst. Bereits zum Fahrplanwechsel sollen schon erste Erfolge sichtbar sein.

Im Anschluss an den Spatenstich überreichte Heike Steinhoff von der Deutschen Bahn als Erinnerung "Max Maulwurf".